Interview mit Jamba Programme

Jamba iLove               Jamba! Noch nie hat Affiliate.de mit so jungen Menschen ein Interview geführt. Mehr als 160 davon sitzen in der imposanten Jamba-Zentrale in Berlin-Kreuzberg direkt an der Spree.

Affiliate.de-Betreiber Stefan Zwanzger besuchte am 03.11.2003 Martin Ott (verantwortlich für HandyPay) und Christian Vollmann (verantwortlich für die Partnerprogramme) und sprach über das Bezahlen mit dem Handy und gute Partnerprogramme...


Affiliate.de: Wie lange gibt es Jamba schon?

Jamba! (Christian Vollmann): Die Jamba AG wurde im August 2000 gegründet.


Affiliate.de: Und seitdem sitzt ihr hier in Berlin?

Jamba! (Christian Vollmann): Seitdem sitzen wir hier in einem 1.300 m² großen Loft, einer ehemaligen Getreidefabrik, in der Pfuelstraße in Berlin.


Affiliate.de: Jamba! ist euer Hauptprodukt. Vor kurzem kam iLove dazu...

Jamba! (Christian Vollmann): Richtig, wir haben den Online-Datingdienst iLove.de und Myfriends.de gegründet. Myfriends.de ist vor einer Woche online gegangen. 

Martin Ott, Christian Vollmann, Stefan Zwanzger

M. Ott, C. Vollmann (Jamba), S. Zwanzger (Affiliate.de)


Affiliate.de: iLove, Jamba!, Myfriends:
diese Produkte haben ja alle individuelle Affiliate-Programme. Bei Jamba und Myfriends sind das eigentlich nur ganz einfache Modelle, bei denen pro Lead bezahlt wird...


Jamba! (Christian Vollmann): Bei Jamba! und Myfriends.de wird man pro Lead bezahlt. Bei iLove haben wir ein Pay-per-Lifetime-Modell!


Affiliate.de: Die Gebühren für eure Produkte werden ja über die Handyrechnung des Kunden abgerechnet. Seid ihr die einzigen Partnerprogrammanbieter auf dem deutschen Markt, die über Handy billen können?

Jamba! (Martin Ott): Der HandyPay-Dienst ist noch nicht so alt. Wir haben dieses Bezahlverfahren vor drei Wochen gestartet. Für die Jamba!-Angebote benutzen wir ihn schon seit 2001. Die Erfahrung mit dem Umgang eines so sensiblen Bezahlverfahrens ist äußerst wichtig und schafft beim Kunden vertrauen.


Affiliate.de: HandyPay kann also jetzt von externen Internetanbietern als Zahlungsoption genutzt werden?

Jamba! (Martin Ott): Ganz genau, das ist unser Ziel. Jeder der Content im Internet anbietet kann Handypay einfach und ohne großen Kostenaufwand in sein Angebot integrieren.


Affiliate.de: Wie hoch ist denn die Stornoquote bei euren Produkten mit HandyPay?

Jamba! (Christian Vollmann): Der Vorteil von HandyPay ist, dass es eine Kombination aus Dialer und Lastschriftverfahren ist. Das kombiniert die Vorteile von beiden Welten. Die extrem niedrigen Stornoquoten und die sehr hohe Wiederkaufsrate. Eine Stornoquote in dem Sinne gibt es bei uns eigentlich gar nicht. Allerdings können wir ca. 2-3% der deutschen Handy-Bevölkerung nicht billen, da es sich um nicht aufgeladene Prepaid-Karten handelt.


Affiliate.de: 2-3%?

Jamba! (Christian Vollmann): Das hängt von der Kreditwürdigkeit der Prepaidkunden ab.


Affiliate.de: Möchten Sie etwas hinzufügen?

Jamba! (Martin Ott): Bei HandyPay sind fast alle Netzbetreiber drin. Wir gehen mit dem HandyPay jetzt an den Start mit D1, D2, O2 und Debitel und decken damit schon zu Beginn 60 Millionen deutsche Kunden ab. Bis Jahresende folgen E-Plus und Mobilcom. Diese Zahlungsmethode bietet gegenüber dem Lastschriftverfahren einen entscheidenden Vorteil: man muss sich nicht registrieren lassen und keine sensiblen Daten eingeben: weder Kontonummer noch Bankleitzahl noch Kreditkarte etc. Dagegen haben die meisten Leute eine Aversion.


Affiliate.de: In welcher Größenordung können denn Beträge in diesem Bereich gebillt werden?

Jamba! (Martin Ott): Bis zu 10 Euro im Micro-Payment-Bereich.


Affiliate.de: Über 10 Euro kann es pro Aktion also gar nicht hinausgehen?


Jamba! (Martin Ott): Ganz genau, dies ist ist eine Auflage der Netzbetreiber. Wir sind aber zuversichtlich das diese Beschränkung noch gelockert wird wenn sich das System etabliert hat.
Christian Vollmann

Christian Vollmann (Jamba!)



Affiliate.de: Wie will diese Zahlungsmethode denn mit dieser Maximalsumme dem Dialer Konkurrenz machen?

Jamba!: Viele Kunden haben doch heute schon starke Hemmungen, Dialer als Zahlungsmittel zu nutzen. Wie man der jüngsten Rechtssprechung entnehmen kann, wird außerdem die Abrechnung über Dialer in Zukunft nur noch sehr beschränkt möglich sein. HandyPay erfüllt hingegen all die Anforderungen, die andere Bezahlverfahren nicht bieten, Kunden und Händler sich aber wünschen. Für Händler eröffnet HandyPay einen völlig neuen Kundenkreis und damit mehr Umsatz, denn praktisch jeder hat heute ein Handy. Für Kunden fallen hemmende Bezahlbarrieren weg, da sie sich nicht registrieren, Software installieren oder sensible Daten preisgeben müssen. In den nächsten Monaten werden wir für externe Händler auch Abonnements anbieten: wenn man dann den Gesamt-Kundenwert vergleicht, schneidet HandyPay deutlich besser ab als jeder Dialer.


Affiliate.de: Wie funktioniert denn HandyPay genau?

Jamba! (Martin Ott): Folgendermaßen: der Kunde gibt im Internet seine Handynummer ein und drückt auf  "Bestätigen". So verifizieren wir das Handy und können prüfen, ob ein Guthaben vorhanden ist. Danach wird eine PIN ausgeliefert, mit dem man sich auf der Webseite erneut verifiziert. Die Abbuchung findet statt und fertig.


Affiliate.de: Wie lange dauert der Prozess bis zur Abbuchung?

Jamba! (Martin Ott): 10 Tage.


Affiliate.de: Und die PIN wird sofort rausgeschickt?

Jamba! (Martin Ott): Genau.


Affiliate.de: iLove bietet Affiliates eine Lifetime-Provision. Jamba nicht. Warum?

Jamba! (Christian Vollmann): Für Jamba! ist auch ein Lifetime-Programm geplant. Es ist im Moment noch eine technische Frage. Wir haben noch andere Projekte in der Pipeline. Wie man sehen konnte, haben wir innerhalb von nur drei Monaten 3 komplett neue Projekte gelauncht: iLove, Myfriends und HandyPay. Bei allen ist eine Lifetime-Provision geplant. Wie lange die Kunden bei uns bleiben, haben wir in die aktuelle Einmalvergütung bei Jamba! miteingerechnet. Es gibt für die Vermittlung von einem Klingeltonpaket 5 EUR auf die Hand, für Premiumpartner noch mehr. Die Konversionsraten sind sehr sehr gut mit diesem Programm. Der Kunde bekommt für den Preis von 2,99 EUR monatlich sieben Klingeltöne auf sein Handy. Bei anderen Angeboten kostet ein einziger Klingeltonabruf schon 1,99 EUR, bei Dialer-Angeboten noch mehr. Unsere Seite konvertiert gerade deswegen so gut, weil sie einfach das beste Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem deutschen Markt bietet.


Affiliate.de: Ihr spracht von Abo-Modellen bei euren Produkten: wie lange hält sich so ein Abo-Kunde durchschnittlich: 6 Monate, 12 Monate, 24 Monate?

Jamba! (Christian Vollmann): iLove ist ein ganz neues Projekt. Da wissen wir es selber noch nicht so genau. Bei Jamba! haben wir natürlich Erfahrungswerte, aber die sind schon ein bisschen geheim...


Affiliate.de: Länger als 2 Monate?

Jamba! (Christian Vollmann): Ja, auf jeden Fall...

Jamba! (Martin Ott): Es kommt natürlich auch auf das Produkt an. Bei einigen Produktpaketen ist die Kundenbindung wesentlich geringer bei anderen wieder höher. Man kann das nicht pauschal sagen!

Jamba! (Christian Vollmann): Wir bieten ja auch verschiedene Pakete an. Klingeltonpakete sind ein Beispiel. Dann gibt es noch das Spielepaket, das Logopaket und  ein Erotikpaket.


Affiliate.de: Mir geht es ja gar nicht darum, irgendwelche Geheimnisse herauszulocken. Die Webmaster wollen wissen, ob sie bei dem Folgeprovisionsmodell von beispielsweise iLove mit ein paar Euro nach Hause gehen oder ob da bedeutend mehr "drin" ist...

Jamba! (Christian Vollmann): Man muss differenzieren: bei Jamba! wird pro Lead bezahlt und bei iLove pro Paket. Und das rechnet sich auch für die Webmaster!

Jamba! (Martin Ott): Wir bieten bei Jamba! übrigens auch Einzelpakete an, was sehr gerne von den Kunden angenommen wird. Klar, bei einem Dialer in diesem Bereich verdient man viel Geld, aber wenn man einem Teenager 10 bis 12 EUR für ein kleines Schwarz/Weiß-Handylogo berechnet, dann ist das meines Erachtens moralisch sehr fraglich. Wir sind etabliert in diesem Markt, hinter uns stehen die METRO Group mit der Media-Saturn Holding, Debitel, Europas größter Serviceprovider und der Einzelhandelsverbung EP. So etwas könnten wir uns auch gar nicht leisten.

Martin Ott (Jamba), Christian Vollmann (Jamba), Marta Stypa (Affiliate.de), Stefan Zwanzger (Affiliate.de)

Martin Ott über Dialer-Programme für Handylogos:
"Wenn man einem Teenager 10 EUR für ein kleines Schwarz/Weiß-Handylogo berechnet, dann ist das moralisch sehr bedenklich"


Affiliate.de: Jamba! wird moralisch also fraglos immer unfragwürdiger?

Jamba! (Martin Ott): Na ja, klar. Wir sind keine kleine Firma, die kurzfristig das große Geld sucht. Wir wollen unseren Kunden einen großen Nutzen für kleines Geld bieten.


Affiliate.de: Dann bleibt manchmal aber nicht mehr viel für die Webmaster, Affiliates, Partner, Vertriebler...

Jamba! (Christian Vollmann): Das ist immer eine Gratwanderung. Unser Ziel ist es, sowohl Kunden als auch Partner glücklich zu machen! Bisher sind unsere Partner sehr zufrieden.

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